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stell dir vor, du orga­ni­sierst eine Party – und bist am Ende selbst kein Gast. Klingt unsinnig, aber unge­fähr so dürften sich Hansi Flick und Stefan Kuntz morgen Abend fühlen, wenn die deut­sche Natio­nal­mann­schaft im Ber­liner Olym­pia­sta­dion auf die Türkei trifft. Schließ­lich hatten die geschassten Trainer das Spiel gemeinsam ein­ge­fä­delt, wie Kuntz ent­täuscht erklärte. Aber sei’s drum: Falls sich die beiden das Duell nun wider­willig vor dem Fern­seher ansehen, sind sie damit in der Min­der­heit. Denn die all­ge­meine Neu­gier gegen­über der Natio­nal­mann­schaft ist wei­terhin spürbar.

Auch wegen Spie­lern wie Ilkay Gün­doğan. Der Kapitän der DFB-Elf spielt morgen zum ersten Mal gegen das Hei­mat­land seiner Eltern, ist hoch moti­viert. ​Wenn ich so dar­über nach­denke, hat es jetzt schon ganz schön lange gedauert, aber ich freue mich total darauf.“ Längst vorbei sind die Zeiten, da er im Trikot der Natio­nal­mann­schaft aus­ge­pfiffen wurde. Anders als Mesut Özil konnte Gün­doğan seinen Ruf in Deutsch­land nach dem Erdoğan-Foto 2018 wie­der­her­stellen. Mal schauen, wie die tür­ki­schen Fans, von denen Tau­sende ins Sta­dion kommen, morgen auf ihn reagieren werden. Recep Tayyip Erdoğan, der am heu­tigen Freitag in Berlin Olaf Scholz trifft, wird jeden­falls nicht im Sta­dion sein. Um Politik soll es für Gün­doğan aber sowieso nicht gehen. ​Ich hoffe auf ein groß­ar­tiges Fuß­ball­fest“, sagt er. Und hätte das den heim­li­chen Gast­ge­bern Flick und Kuntz zu ver­danken.

EM-Qua­li­fi­ka­tion

Siiiu! Auch wenn es nicht mehr jeder auf dem Zettel hat, aber Cris­tiano Ronaldo spielt immer noch Fuß­ball. Ges­tern Abend zum Bei­spiel, als er gegen Liech­ten­stein schon sein zehntes Tor im achten Quali-Spiel erzielte und ins­ge­samt einen erstaun­lich quir­ligen Ein­druck machte. Dabei gehörten die bereits qua­li­fi­zierten Por­tu­giesen zu jenen Teams, für die es eigent­lich um gar nichts mehr ging. Irgendwie galt das zwar auch für Schweden, das keine Chance mehr auf ein Wei­ter­kommen hatte. Dass das aber kein Grund ist, in Über­zahl mit 3:0 gegen Aser­bai­dschan unter­zu­gehen, fand auch Trainer Janne Andersson, der nach Abpfiff schimpfte: ​Die Spieler sollten sich schämen“. Besser lief es da für unsere Nachbar-Nationen: Wäh­rend Öster­reich gegen Est­land mit 2:0 gewann, konnte Luxem­burg Bos­nien-Her­ze­go­wina mit 4:1 schlagen. Hei­de­witzka!

Happy Bir­thday!

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Na, habt ihr den jungen Mann erkannt? Zuge­geben, dieses Foto aus der Zweit­liga-Saison 1995/96 des FC Carl Zeiss Jena stammt eher aus der Früh­zeit von Bernd Schnei­ders Kar­riere. Grö­ßere Bekannt­heit erlangte er später vor allem im Trikot von Bayer Lever­kusen. Gemeinsam mit Michael Bal­lack, der ihn einmal seinen ​Fuß­ball-Zwil­ling“ nannte, prägte er analog zu Bayers Vize-Zeit­alter fast ein Jahr­zehnt lang das Mit­tel­feld der deut­schen Natio­nal­mann­schaft. Sein viel­leicht bestes Spiel machte der ​weiße Bra­si­lianer“ dabei im WM-Finale 2002 – auch wenn er sich am Ende bekannt­lich den echten Bra­si­lia­nern geschlagen geben musste. Vier Jahre später, im Eröff­nungs­spiel der WM 2006 gegen Costa Rica, führte er die DFB-Elf als Kapitän auf das Feld und schrieb fleißig am Som­mer­mär­chen mit. Heute wird Bernd Schneider 50 Jahre jung. Wir sagen: Herz­li­chen Glück­wunsch, Schnix!

Hey, das geht ab

Wenn heute Abend die EM-Qua­li­fi­ka­tion wei­ter­geht, bangt ins­be­son­dere der Titel­ver­tei­diger noch um seine Teil­nahme an der End­runde. Zwei Spiel­tage vor Schluss steht Ita­lien nur auf dem dritten Platz. Es müssen also Punkte her – und das aus­ge­rechnet gegen Nord­ma­ze­do­nien, Ita­liens Nemesis der WM-Quali 2022. Und ich sag mal so: Das letzte Mal, dass die Men­schen in Ita­lien derart sor­gen­voll Rich­tung Maze­do­nien blickten, ist ziem­lich genau 2345 Jahre her und hatte etwas mit Alex­ander dem Großen zu tun. Es könnte also his­to­risch werden.

Kommt gut ins Wochen­ende!

Attila Saa­daoui