Peter Brugger, Flo Weber und Rüde Linhof, haben Sie sich eigent­lich schon mal per­sön­lich bei Oliver Pocher bedankt?
Peter: Wofür?

Immerhin hat er Ihnen mit dem unsäg­li­chen ​Schwarz und Weiß“ den Rang als ulti­ma­tive Natio­nal­mann­schafts­hymne abge­laufen. Ein Segen?
Peter: Wir wurden damals gefragt, ob wir das spielen wollen, haben aber sofort gesagt: Wenn wir etwas machen, dann schreiben wir es selber. Das haben wir auch getan. Jetzt könnte man spe­ku­lieren, was geschehen wäre, wenn ​Schwarz und Weiß“ nie­mals erschienen wäre.
Flo: Viel­leicht würden wir dann nach jedem Tor der Natio­nal­mann­schaft gespielt?
Peter: Ich glaube kaum. Das passt ja vom Text auch gar nicht. Des­wegen gibt es keinen Grund dafür, dass wir uns bei Oliver Pocher für irgendwas zu bedanken.

Hatten Sie nie Angst, mit ​54, 74…“ für immer und ewig zum Grölhit Nummer eins zu werden?
Flo: Das Lied passte ein­fach per­fekt zur Stim­mung im Sommer 2006. Es stand für Auf­bruch, für den Wunsch mal wieder was zu gewinnen. Wenn man jetzt nach jedem Treffer diesen zeit­lich bezo­genen Refrain grölen würde, würde selbst der größte Hor­nochse irgend­wann mürbe werden.
Peter: Ich war 2008 beim EM-Finale in der Kurve mit deut­schen Fans. Da standen Nasen neben mir, das waren präch­tigste Arsch­lö­cher. Natür­lich will man nicht, dass die dein Lied mit­singen. Ande­rer­seits hat man es nicht in der Hand, dass nur nette, sozial enga­gierte, gut­aus­se­hende Men­schen unsere Lieder singen.
Flo: Das wäre ja auch fatal und ein biss­chen ver­messen.

Hat Ihnen der Hype um Ihren Song auch ein biss­chen Sorgen gemacht?
Flo: Diese schlei­chende Ent­wick­lung zu beob­achten, war schon der Wahn­sinn. Wir waren gegen Costa Rica beim Eröff­nungs­spiel im Sta­dion…
Rüde (brüllt): Lahm zieht rein, Tor, da hat es schon das erste Mal gezuckt.
Flo: Gegen Ecuador hörte man dann vor dem Sta­dion erste Gesänge. Aber so richtig explo­diert ist es erst nach dem Argen­ti­nien-Spiel. Als das Lied plötz­lich im Olym­pia­sta­dion über die Laut­spre­cher lief, bin ich fast zusam­men­ge­klappt vor Stolz. 
Rüde: Nach dem Polen-Spiel schallte das Lied zumin­dest in Mün­chen durch die Gassen. Da hab ich mir erst mal ein Bier auf­ge­macht.

Blieb da Zeit, um mal durch­zu­atmen und das alles zu ver­ar­beiten?
Peter: Wir waren so froh, dass wir mit diesen ganzen offi­zi­ellen Songs nichts am Hut hatten. Unser Lied hat sich langsam in die Herzen gefressen. Natür­lich war dieser Sommer für uns ein ein­ziger Rausch.

Vor­sorg­lich haben Sie auch gleich eine 2010er-Ver­sion auf­ge­nommen.
Peter (grinst): Ne, die haben wir natür­lich erst nach dem Aus­scheiden gegen Ita­lien auf­ge­nommen.
Rüde: Wir sind nachts noch schnell ins Studio. Wir wollten die Euphorie nutzen. (alle lachen)

Vor der nächsten WM sind Sie dann ein­fach abge­taucht. In der Pres­se­mit­tei­lung aus dem Jahr 2010 steht: 2006 gaben sich Höhe­punkte der absur­desten Art gaben sich die Klinke in die Hand. Alles wurde für ein paar Wochen auf den Kopf gestellt. Wir lebten wie rus­si­sche Ölba­rone, aßen Nah­rungs­mittel, die in fernen Län­dern als Spe­zia­lität bezeichnet werden, winkten unseren Groß­el­tern aus deren Fern­se­hern hinaus, bekamen Ange­bote, von denen wir als 16-Jäh­rige immer geträumt hatten, wurden beklatscht, beju­belt, hofiert. Das ist nicht mehr zu toppen, des­wegen fahren wir jetzt in den Urlaub.“ Was war das Absur­deste, was Sie 2006 erlebt habt?
Rüde: Am Tag nach dem Aus­scheiden sollten wir ja am Bran­den­burger Tor spielen. Da standen eine Mil­lion Men­schen – und meh­rere Tau­send­schaften USK-Beamte, die den Bereich sicherten. Ich kam da also mit meine Bass­koffer ange­latscht und kurz vor der Poli­zei­kette fällt mir ein, dass in dem Koffer noch ein kleiner Hobel Gras liegt.
Flo: Rüde, dafür kannst Du jetzt noch ver­haftet werden.
Rüde: Quatsch, viel zu lange her. Hab das Zeug natür­lich auch nie ange­rührt. Das hat mir da jemand rein­ge­legt (alle lachen). Die Poli­zisten kamen auf mich zu mar­schiert und fragten, was ich hier wolle. Und ich mit meinem kon­stant schlechten Gewissen hab mich schon auf der Wache gesehen, mit Kabel­bin­dern um die Hand­ge­lenke. Als ich gesagt habe, dass ich hier mit den Sport­freunden Stiller spiele, musste ich dann eine halbe Stunde Fotos mit diesen Schränken machen. Und ich schwöre, auf jedem Foto ist mein Bass­koffer, der nur zwei Zen­ti­meter vor den Poli­zis­ten­nasen schwebt, aber keiner hat dem Humpen bemerkt. (alle lachen) Für mich zeigt diese Situa­tion den kom­plett sur­realen Zustand, in dem das ganze Land in diesem Sommer war.

Wenn man vor einer Mil­lionen Men­schen am Bran­den­burger Tor spielt, kommt es einem wahr­schein­lich auch gar nicht so ver­rückt vor, dass Lukas Podolski plötz­lich neben einem steht.
Flo: Ich bin Sechzger. Und als dann plötz­lich der Schwein­steiger neben mit am Schlag­zeug auf­tauchte, hab ich aus Reflex gebrüllt: ​Hau ab, du Bayern-Sau.“ (alle lachen)
Peter: Alle denken immer, das wäre unser größter Moment gewesen, aber ich glaube, das haben wir alle eher ver­ne­belt wahr­ge­nommen. So richtig ver­ar­beitet hat das wohl noch keiner. Wie auch?
Flo: Ich erin­nere mich zum Bei­spiel besser an unser Treffen mit Pelé.

Pelé kannte die Sport­freunde Stiller?
Flo: Keine Ahnung, zumin­dest haben wir uns mit ihm über Musik unter­halten. Er erzählte, dass er in seiner Frei­zeit auch Musik macht. Dann hat er mir eine CD in die Hand gedrückt und gesagt: ​Ich würde mich freuen, wenn ihr sie euch mal anhört.“

Und wie war es?
Flo: Ich hab nie rein­ge­hört. (alle lachen)
Peter: Ich erin­nere mich auch noch an dieses Foto beim Kerner. Wir haben da gespielt und im Studio stand ein Imitat vom WM-Pokal. Wir waren fertig, der Kerner hat wei­ter­mo­de­riert, und wir haben uns den Pokal geschnappt und erst einmal ein Foto gemacht. In dem Moment fühlte es sich ein biss­chen so an, als hätten wir auch etwas gewonnen.

Haben Sie auch noch irgend­eine Erin­ne­rung, Peter Brugger?
Peter: Meine schönste Erin­ne­rung wurde zer­stört.

Bitte was?
Peter: Ich hatte Robert Huth auf meiner Gitarre unter­schreiben lassen. Das war mein ganzer Stolz. Aber dann kam irgendein anderes Band­mit­glied und hat dieses wert­volle Auto­gramm ein­fach weg­ge­wischt.
Flo: Ich kann es ja zugeben: Ich war’s. Ich habe mir die Gitarre mal umge­hängt und ein biss­chen gespielt. Dann sah ich diesen schwarzen Fleck. Und weil ich keine Spuren hin­ter­lassen wollte, habe ich ihn ein­fach weg­ge­wischt. Peter, ich hatte keine Ahnung, was diese Unter­schrift für eine Bedeu­tung für dich hat.
Peter: Seitdem spielt Robert Huth in der Natio­nal­mann­schaft übri­gens über­haupt keine Rolle mehr. Denk mal dar­über nach.

Wenn man heute mit Ihnen spricht, hat man nicht das Gefühl, dass die WM lang­fris­tige Schäden hin­ter­lassen hat. Aber können Sie das Lied über­haupt noch hören?
Rüde: Ich mag das Lied sehr gerne, äußerst selten bauen wir es auch mal irgendwo ein. Als Über­ra­schung. Was ich aber nie wieder haben möchte, ist dieses stän­dige Gefühl, von allen beob­achtet zu werden.

Die Schat­ten­seiten des Ruhms.
Rüde: Nach der WM gab es Wochen, da stand ich kurz vor der Para­noia. Ich konnte nicht mal mehr in den Super­markt gehen, ohne dass irgendwo das Tuscheln anfing.
Peter: Hat­test Du immer deinen Bass­koffer dabei? (alle lachen)
Rüde: Dieses Gefühl andau­ernd ange­sehen zu werden. Die Leute erkennen dich ja nicht auf Anhieb, son­dern sie starren dich an wie einen alten Klas­sen­ka­me­raden. Und dann sieht man, wie es in ihren Köpfen rat­tert und arbeitet. Ich habe das als wahn­sinnig anstren­gend emp­funden, für diese kurze Zeit ein bekanntes Gesicht zu sein. Und ich bin nur der Bas­sist. Ich möchte nicht wissen, wie es Peter da ging.
Peter: Natür­lich haben die Leute mehr getu­schelt. Aber trotzdem ver­binde ich mit diesem Lied eine wahn­sinnig schöne Zeit. Viel­leicht sogar den Sommer unseres Lebens. Aber wir wollten eben nicht nur auf dieses Lied redu­ziert werden. Das war schon ein großes Pro­blem für uns.

Dann haben Sie mit ​You have to win Zwei­kampf“ eine reine Fuß­ball­platte ver­öf­fent­licht. War das ein Fehler?
Peter: Nein, das war eine her­vor­ra­gend Platte. Viel­leicht die beste Fuß­ball­platte aller Zeiten. (lacht) Aber wir haben gemerkt, dass wir in der Wahr­neh­mung der Leute eine reine Fuß­ball­band sind. Und das ist fak­tisch falsch.
Flo: Des­wegen haben wir auch sehr schnell eine wei­tere Platte ver­öf­fent­licht. Das war im Nach­hinein viel­leicht ein Fehler, aber wir wollten den Leuten zeigen, dass wir auch vor der WM schon Hun­derte Lieder ohne Fuß­ball­bezug geschrieben haben und das auch wei­terhin tun wollen.

Also doch ein paar Spät­schäden.
Flo: Wir sind eine Band mit zwei abso­luten Fuß­ball­freaks – und selbst den Rüde haben wir mitt­ler­weile schon ganz gut infil­triert. Wenn uns einer 2002 gesagt hätte, dass wir 2006 WM-Hit schreiben werden, dem hätte ich wahr­schein­lich auf die Nase gegeben. Das war schon Wahn­sinn.
Rüde: Aber zum Kerner wollten wir trotzdem nicht.

Man muss eben auch in den sauren Apfel beißen.
Rüde: Ich weiß noch, wie die Plat­ten­firma total begeis­tert anrief und brüllte: ​20 Mil­lionen Zuschauer min­des­tens. Eine ein­ma­lige Chance.“ Und Flo nur sagte: ​Ne, da kann ich nicht. Da habe ich Fuß­ball­karten. Deutsch­land gegen Schweden in Mün­chen.“
Flo: Ich wollte ins Sta­dion und hatte bestimmt 20 Anrufe vom Label­chef. Aber keine Chance.
Rüde: Für mich nach wie vor unbe­greif­lich.

Wie sind Sie dann doch bei Kerner im Studio gelandet?
Flo: Durch ein unmo­ra­li­sches Angebot. Der Deal war: Wenn wir zum Kerner gehen, lädt uns die Plat­ten­firma nach Berlin ein. Vier­tel­fi­nale. Deutsch­land gegen Argen­ti­nien. Tolles Hotel.
Peter: Wer da nein sagt, der ist doch bescheuert, oder?
Flo: Und als wir das alles mit­er­lebt haben, diesen ganzen Wahn­sinn, da war ich dann halb­wegs ent­schä­digt.

Sie sind echte Experten: Warum ist Fuß­ball­musik meis­tens so schlimm?
Peter: Ich denke, es gibt nur elf wirk­lich gute Fuß­ball­stücke. (lange Pause) Und die sind alle auf unserer Platte ​You have to win Zwei­kampf“.

Gibt es einen Fuß­ball­song, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist?
Flo: (grü­belt) Mensch, wie heißt das Ding noch (springt auf und tanzt) ​Rum­me­nigge, Rum­me­nigge, sexy knees“. Das ist so scheiße, dass es mir schon wieder gefällt.
Peter: Aber die Bibel der Fuß­ball­songs ist und bleibt doch ​Three Lions“, oder? Was soll da noch kommen.
Flo: Das ist ja das Pro­blem. Alle ori­en­tieren sich daran.
Rüde: Wir mit ​54, 74.… “ doch auch, oder? (alle lachen)

Im Grunde warten wir aber alle auf eine große Fuß­ball­platte mit der Natio­nal­mann­schaft am Mikro. Wollen Sie zur WM 2014 nicht Udo Jür­gens beerben?
Flo: Es gab tat­säch­lich mal die Anfrage, ob nicht ein paar Spieler bei uns mit­singen wollen, aber da hat der Bier­hoff nur gesagt: ​Nette Idee, aber wir kon­zen­trieren uns lieber auf Fuß­ball.“
Rüde: Der Benny Lauth hat doch mal mit­ge­macht und Roque Santa Cruz. Aller­dings haben wir die Erfah­rung gemacht, wann immer wir mit einem hoff­nungs­vollen Talent in Berüh­rung kommen, geht es mit ihm bergab.

Sie sind also der Band gewor­dene Nutel­lafluch.
Peter: Wenn man es so will, ja. Viel­leicht würden wir im deut­schen Fuß­ball mehr Schaden anrichten, als für Segen sorgen. 

Wer ist das größte Show­ta­lent in der aktu­ellen Natio­nal­mann­schaft?
Peter: Der Müller, der ist ein Wahn­sin­niger. Der macht alles mit. Ich find den super.
Flo­rian: (schreit) Ist aber auch ne Bayern-Sau.

Nach einigen Jahren Pause, kehren die Sport­freunde Stiller nun mit einem neuen Album zurück. Par­allel dazu ver­lief der schlei­chende Auf­stieg des Deut­schen Fuß­balls zum euro­päi­schen Vor­bild. Ist das noch Zufall?
Peter: Kei­nes­falls, ich sehe da schon auch einige Zusam­men­hänge.
Rüde: Wer eins und eins zusam­men­zählen kann, muss das doch erkennen.
Flo: Wir sind immer noch der Mei­nung, wenn der DJ Asa (Gerald Asa­moah d Red.) damals in der Kabine nicht andau­ernd den stei­nigen Weg auf­ge­legt hätte, son­dern mal ein paar schöne Dampf­ma­cher, dann hätte es auch mit dem Happy End geklappt.

Warum haben Sie DJ Asa nicht ein­fach mit eine Sport­freunde-Platte geschickt?
Peter: Er hätte schon mit­kriegen können, dass es auch noch andere Musik gibt, aber er hat sich offenbar bewusst für den schweren, stei­nigen Weg ent­schieden. Da sind dann auch uns die Hände gebunden.
Flo­rian: In den dicken Profi-Karren wumst so ein R&B‑Kram natür­lich auch geiler.

Die Toten Hosen spielten einst im Par­ty­keller von Jens Jere­mies. Im Hin­ter­grund pogte zag­haft Markus Babbel. Wie stellen Sie sich den Par­ty­keller von Uli Hoeneß vor?
Rüde: Ich glaube, dass ist eher ein Kühl­raum.
Flo­rian: Mit ein paar getrock­neten Würs­teln an der Wand.
Rüde: Aber auch ein paar absei­tigen Fleisch­waren in einer Aus­lage: ein­ge­legte Schweins­köpfe, Sülze in allen Varia­tionen und ab und zu auch mal was vom Pferd
Flo­rian: Viel­leicht Men­schen­fleisch. (alle lachen)
Peter: Und natür­lich so raus­ge­drech­selten Holz­kram überall. Schön lasiert. Sachen, die in den Acht­zi­gern modern waren.
Flo­rian: Eine Pal­men­ta­pete. Und einen großen Tisch zum Schaf­kopfen, mit Geld­schüssel und allem, was dazu­ge­hört.
Peter: Und natür­lich eine Licht­orgel. Rot, Gelb, Grün. Zum Lam­bada-Tanzen, wenn er mit Rum­me­nigge und Hopfner das Triple feiern möchte.

Wir würden Ihnen zum Abschluss gerne ein paar Namen nennen, die ihr auf einer Posi­tion in einem Band­ge­füge ein­setzen könnt. Vom Fan, über den Roadie bis zum Front­mann. Welche Rolle spielt Bas­tian Schwein­steiger?
Peter: Früher hätte ich ihn ans Key­board gestellt, weil er so flippig war. Mit seinen Haaren war er immer lustig anzu­schauen. Mitt­ler­weile würde er aber schon auch paar Lieder singen und des­öf­teren zur Gitarre greifen.
Rüde: Bas­sist ist der Poldi.
Flo­rian: Ne, der ist viel zu gut für einen Bas­sisten.

Was macht Mehmet Scholl?
Flo­rian: Er wollte ja immer mal bei uns als Roadie mit­fahren. Aber der ist ein Hemd, der wäre nach einem halben Tag zusam­men­ge­bro­chen. Aber er hat einen sehr guten Musik­ge­schmack.
Rüde: Der Mehmet will auf jeden Fall geil auf­spielen – am besten ohne zu üben. Ist also eher einer für die Solo­gi­tarre. Aber im Grunde spielt er die ganze Zeit nur die Blues­ton­leiter hoch und runter, baut aber wirre Effekt­ge­räte ein und nach 15 Minuten Jam-Ses­sion fällt ihm auf, dass der Rest der Band schon back­stage Bier trinkt.

Olaf Bodden?
Flo­rian: Da ist der Bas­sist. Der hat uns mal beim Bene­fiz­spiel gecoacht, das war sehr lustig. Aber der ist groß, hat dicke Finger und kann am Bass sein sturm­tank­ar­tiges Äußeres voll aus­leben. Die per­fekte Beset­zung also.
Peter: Wenige, satte, tiefe Töne. Das ist Olaf Bodden.

Didier Drogba?
Flo­rian: Limbo-Tänzer.
Peter: Der orga­ni­siert die Per­cus­sion-Group. Genau sein Ding.

Lothar Mat­thäus?
Rüde: Ganz klar im Manage­ment. Aber von so einer Schla­ger­band. Er sorgt für das rich­tige Ambi­ente im Back­stage-Bereich.

Uli Hoeneß?
Peter: Der ist Gott. Mas­ter­mind. Eigene Plat­ten­firma. Eigener Musik­kanal. Das volle Pro­gramm. Er zieht die Fäden im Hin­ter­grund.
Rüde: Und wer spielt das Schlag­zeug? Das muss der Kahn machen.
Flo­rian: Quatsch, der ist nicht sehr takt­voll.

Viel­leicht Jens Jere­mies.
Peter: Gute Wahl. Ver­läss­lich, drän­gelt sich nicht in den Vor­der­grund.

Und was macht Werner Lorant?
Rüde: Der ist soweit unten, der könnte doch mal bei uns mit­spielen, ohne dass es seinem Ruf schadet.
Flo­rian: Ich denke, er wäre der Haus­meister von einem Haus, in dem die Band ihren Pro­be­raum hat. 
Peter: Und scheißt alle die ganze Zeit zusammen.
Flo­rian (springt auch und schreit): Schuhe aus. Das kann ja nicht wahr sein. Hier ist alles frisch gewischt. Aus­ziehen!

Welche Musik­rich­tung würde die Band spielen?
Peter: Der Lothar ist so domi­nant im Manage­ment, dass er zwangs­läufig in die Schla­ger­rich­tung abdriften muss.
Rüde: Man könnte das Pro­jekt viel­leicht auch als R&B‑Band anlegen. Weil Lothar weiß: R&B ver­kauft sich nun mal welt­weit. . So eine Art R&B‑Schlager also.
Flo­rian: Und unter welt­weit macht es ein Lothar Mat­thäus nicht.

Also einen Mischung aus Andrea Berg und Rihanna.
Rüde: Klingt abschre­ckend und inter­es­sant zugleich.
Peter: Aber wer singt denn eigent­lich?
Flo­rian: Ich hätte einen: (lange Pause) Chris­tian Wörns.
Rüde: Aber dann nur Bal­laden.
Peter: Im Duett mit Michael Skibbe.
Rüde: Und als extro­ver­tierter Gegen­part: Mara­dona.

Fehlt nur noch ein Name.
Peter: Es muss ein eng­li­scher Name sein.
Rüde: Oder spa­nisch, da ist der Markt größer. Oder chi­ne­sisch.
Flo­rian: Beim ersten Kon­zert habe ich auch schon eine gute Vor­band: Ein Hard­core-Pro­jekt von Vinnie Jones, Jürgen Kohler und Hans-Peter Briegel. Zwei Schlag­zeuge und ein Schrei­hals vor­neweg.
Peter: Uns fehlt immer noch ein Name.
Flo­rian: Nennen wir sie ​The Außen­rists“.
Rüde: Gekauft!

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Das neuen Sport­freunde-Stiller-Album ​New York, Rio, Rosen­heim“ ist ab sofort überall erhält­lich