Viele, deren Herzen für Bota­fogo schlagen, hatten nach der Hin­runde schon ihr schönstes Trikot raus gelegt: für die sehn­lichst her­bei­ge­wünschte erste Meis­ter­feier seit 1995. Der Tra­di­ti­ons­klub aus Rio de Janeiro schien so rei­bungslos zum Titel zu gleiten wie selten zuvor ein Team in der bra­si­lia­ni­schen Cam­peo­nato A: Nach 19 Spiel­tagen hatte der ​Stern“, wie Bota­fogo wegen seines Wappen-Sym­bols genannt wird, sage und schreibe 15 Siege auf dem Konto – und gleich­zeitig 13 Zähler Vor­sprung auf den Tabel­len­zweiten, den Titel­ver­tei­diger Pal­meiras. Viel­leicht war ihr Klub ja doch nicht ver­hext, hofften die tra­di­tio­nell aber­gläu­bi­schen Bota­fogo-Fans. Das war reich­lich naiv von ihnen.