Ihr wollt den Tratsch des Tages bequem in eurem Postfach haben? Dann abonniert unseren täglichen Newsletter 11FREUNDE am Morgen und wir verschieben uns werktags um 7 Uhr in euer E‑Mail-Postach. Hier geht es zur Anmeldung: .
Was lange währt, wird endlich gut. Darum wird Max Eberl bald Sportvorstand beim FC Bayern. Der Wechsel hatte sich, vorsichtig ausgedrückt, ein wenig angebahnt. Im Grunde war Eberl schon zu Gladbacher Zeiten als designierter Nachfolger von Uli Hoeneß ausgemacht, eine durch Erschöpfungssyndrom begründete Auszeit samt Halbjahres-Episode im Freistaat Sachsen leiteten ihn etwas um. 33 Jahre nachdem er München als Spieler verlassen hat, kehrt er „im Laufe der Rückrunde“ nun zurück. Die offizielle Verkündung steht noch aus, der Aufsichtsrat soll Eberls Bestallung erst im Februar bestätigen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Damit wäre die Umstrukturierung auf Führungsebene vorerst abgeschlossen, die Bayern hätten mit CEO Jan-Christian Dreesen, Sportdirektor Christoph Freund, dem Technischen Direktor Marco Neppe und Eberl ihre Wunschkonstellation beisammen. Den Beweis muss Max Eberl noch erbringen, dass er auch bei einem solchen Dickwanst von Verein bestehen kann. Das entsprechende Fell, das es beim FC Bayern München benötigt, dürfte er sich in den vergangenen Jahren zugelegt haben. Seiner Sympathiekurve wird der neue Job indes nicht zum Anstieg verhelfen. War Eberl noch vor zwei Jahren der wohl geschätzteste Funktionär in der Bundesliga, ist er heute ein fast bundesweit Verstoßener, der nette Max, der er mal gewesen zu sein scheint, ist irgendwo in der Metropolregion Rhein-Ruhr verschütt gegangen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sein Image bloß aus Fan-Perspektive ramponiert ist. Fachlich ist Eberl mehr denn je über jeden Zweifel erhaben.
„Der HSV ist mein Leben“
Bakery Jatta verlängert nun doch seinen Vertrag in Hamburg. Und das trotz Millionen-Angebot aus Saudi-Arabien.
Cup der Wundertüte
Der Afrika-Cup erweist sich bislang als bunte Überraschungstüte. Mal mit Lakritz, mal ohne, hie und da ein Schlumpf. Am ersten Spieltag bissen die Mitfavoriten aus Nigeria, Ägypten und Ghana auf saure Zungen und konnten allesamt nicht gewinnen. Das Team aus Senegal um Superstar Sadio Mané trat gestern gegen Gambia an. Wie das Spiel ausging? Reine Mutmaßung. Nach 20 Minuten kackte nämlich jede Verbindung in die Elfenbeinküste ab, Sportdigital übertrug verlegenheitshalber Indonesien gegen Irak. Wie die Zuschauer vor dem Fernseher wissen auch die Spieler vor Ort bislang kaum, was sie erwartet: Zum Auftaktspiel der Elfenbeinküste kamen 60.000 Zuschauer, Senegal gegen Gambia fand vor einer Kulisse statt, wie sie VSG Altglienicke auch noch gestemmt bekommen hätte.
Dabei flossen dank chinesischem Geld umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Gastgeberlandes, fünf neue Stadien wurden gebaut, dazu diverse Hotels und Straßen. Aber nicht nur China investiert nach neokolonialistischer Intention Geld in den afrikanischen Kontinent und erhält im Gegenzug Zugang zu Ressourcen und Bodenschätzen. Auch Saudi-Arabien steigert seinen Einfluss in Afrika zunehmend. Für die WM-Vergabe 2034 benötigt es schließlich Fürsprecher. Der afrikanische Fußballverband jedenfalls freut sich über die Spender: Er verkündete neulich, das Preisgeld für den Gewinner liegt in diesem Jahr bei 6,4 Millionen Euro, das sind 40 Prozent mehr als beim letzten Turnier. Summen, bei denen Fifa-Boss Gianni Infantino nicht weit weg sein kann. Der sich doch glatt zu der Aussage hinreißen ließ, bald schon werde es den ersten afrikanischen Weltmeister geben. Bei der die Mensch gewordene Wundertüte weiß man auch nie, was man bekommt. Aber today feelt er sich offenbar African.
Ist nicht schon alles gesagt?
Jürgen Klopp findet Worte, wo anderen nichts mehr einfällt. Über Franz Beckenbauer sagt er nun etwas, das sich irgendwann einmal eins zu eins so über ihn selbst sagen ließe: „Er war all das, was man selber gerne wäre.“ Hier geht es zum Video. Lohnt sich! Großes 11FREUNDE-Ehrenwort.
Jurgen Klopp with some heartfelt words as remembers #Beckenbauer<\/a>
pic.twitter.com\/G4m6xOXIEX<\/a><\/p>— AnfieldIndex (@AnfieldIndex) January 9, 2024<\/a><\/blockquote>